Die Online-Bedürfnisse von Nutzern in Entwicklungsländern stehen im Mittelpunkt sowohl des Artikels “Verfügbar, verständlich und relevant – was Nutzer in Entwicklungsländern von Onlineinhalten erwarten” als auch der Fall-Studie “e-learning & e-rotik – Welche Online-Inhalte fragen Internet-Nutzer in Peru nach? ” von Balthas Seibold. Während der Artikel generelle Qualitätsstandards für Online-Inhalte in Entwicklungsländern aufstellt, beschäftigt sich die Fallstudie mit der spezifischen Situation in Peru: e-learning und e-rotik zählen interessanterweise zu den am meisten gefragten Inhalten. Im folgenden der Artikel zur Qualität von Onlineinhalten, eine kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten Ergebnisse der Studie, eine Powerpoint-Präsentation der Studie, das dazugehörige Handout, eine Reportagensammlung sowie Hintergrund-Informationen. Bild wird geladen

Was sucht dieses Mädchen im Internet?  – Antworten liefert die vorliegende Studie / Photo: Balthas Seibold / (c) 2002

 

Artikel: Was Nutzer in Entwicklungsländern von Onlineinhalten erwarten

Abstract (Direkt zum Download)
Das Internet boomt – nicht nur in der industrialisierten Welt. Immer mehr Menschen in Entwicklungsländern überspringen den digitalen Graben (‚Digital Divide’), der die infrastrukturstarken Industrieländer noch immer von den Entwicklungsländern trennt. Doch was erwartet diese rasch wachsende Nutzergruppe im Internet und noch wichtiger: was erwartet die Nutzergruppe vom Internet? Diese Frage nach spezifischen Anforderungen von Entwicklungsländern an das World Wide Web soll im Artikel “Verfügbar, verständlich und relevant – was Nutzer in Entwicklungsländern von Onlineinhalten erwarten” von Balthas Seibold bearbeitet werden. Dazu wird die ‚andere Sicht’ auf die Qualität von Onlineinhalten und Anwendungen in zwei Aspekten untersucht. Zum einen werden Dimensionen einer ‚Contentqualität’ behandelt. Es zeigt sich, dass Nutzer in Entwicklungsländern oft solchen Kriterien große Bedeutung zumessen, die in der industrialisierten Welt als weniger wichtig einstuft werden. Qualität von Onlineinhalten und Anwendungen kann in Entwicklungsländern als Grad der Verständigung gemessen werden, die diese ermöglichen. Dies umfasst zum Beispiel die freie digitale Verfügbarkeit, Verständlichkeit, Relevanz oder interkulturelle Kompatibilität von Inhalten. Neben solchen Content-Qualitätskriterien werden als zweiter Aspekt einige spezifische Kriterien im Bereich der Usability aufgezeigt.Inhalte des Artikels
Folgende Themen werden analysiert >>> Im Bereich der Qualitätskriterien für Onlineinhalte: Wissen als öffentliches Gut (Public Good), Urheberrechte (Copyright), digitale Verfügbarkeit der Inhalte, Sprachkompatibilität, Themen, für die ein besonders großer Bedarf an Online-Qualitätsinhalten besteht, kulturelle Vielfalt, leichte Verständlichkeit und Selbstlern-Didaktik von Online-Inhalten.
Qualitätskriterien im Bereich der Usability: Verfügbarkeit der Informationen bei kleinen Übertragungs-Bandbreiten, Rezeptionsschranken, Übertragbarkeit auf traditionelle Medien, Einfluss von Werbung, Erfassbarkeit der Informationen am Bildschirm.Qualitäts-Checkliste: Wie Online-Inhalte für Nutzer in Entwicklungsländern gestaltet sein sollten.
Die folgende praxisorientierte Checkliste schließt den Artikel ab. Sie fasst die Qualitätskriterien von Onlineinhalten zusammen als Antwort auf die Frage, wie man Qualitätsinhalte für Nutzer in Entwicklungsländern gestalten sollte.Checkliste Qualität Download des gesamten Artikels

Titel Typ Bibliografische Angaben Datum Download
VERFÜGBAR, VERSTÄNDLICH, UND RELEVANT – WAS NUTZER IN ENTWICKLUNGSLÄNDERN VON ONLINEINHALTEN ERWARTEN pdf
(17 Seiten)
Seibold, Balthas (2004): Verfügbar, verständlich und relevant – was Nutzer in Entwicklungsländern von Onlineinhalten erwarten. In: Beck, Klaus / Schweiger, Wolfgang / Wirth,Werner (Hg.): Gute Seiten – schlechte Seiten. Qualität in der Onlinekommunikation (=Band 15 der Reihe InternetResearch), S. 168-189. Abrufbar im Internet. URL: http://www.webwort.de/
index_stiftungskolleg_studie.htm. Stand: 4.2.2004.
Januar 2004 download als pdf (500 kb)

Sammelband bestellen

Der Artikel von Balthas Seibold ist im Sammelband “Gute Seiten – schlechte Seiten. Qualität in der Onlinekommunikation” erschienen, der von Klaus Beck, Wolfgang Schweiger (Website) und Werner Wirth herausgegeben wurde.
Der Band bietet einen aktuellen und umfassenden Überblick über die Qualitätsdebatte im Onlinebereich. Er enthält siebzehn Beiträge, die sich der Qualität in der computervermittelten Kommunikation aus theoretischer und empirischer Sicht nähern. Themen sind u.a.: Qualitätskriterien und -sicherung im Onlinejournalismus, ethische Fragen, Gesundheitskommunikation, Organisationskommu-nikation, Onlinemedien in Entwicklungsländern, Onlinewerbeträger, E-Learning und E-Brands.Der Sammelband kann direkt über diese Seite online gekauft werden. Er kostet 22 Euro. Zum versandkostenfreien Bestellen (innerhalb Deutschlands, Stand Februar 2004) einfach den folgenden Link oder den Buch-Titel anklicken und den Bestell-Anweisungen von Amazon.de folgen.–> Sammelband “Gute Seiten – schlechte Seiten” über Amazon bestellen <–
Titel des Sammelbandes

 

Fallstudie Peru: Ergebnisse, Methodik und Partner der Studie im Überblick

Beispiel Lenin:e-learning in den Anden
Lenin Vargas Huamán ist 27 Jahre alt, er lebt in Cajamarca, einer Stadt in den peruanischen Anden auf 3100 Metern. Der gelernte Baumaschinenfahrer ist seit einem Jahr arbeitslos. Er besucht regelmäßig das Telezentrum Infodes der englischen Nichtregierungsorganisation ITDG (Intermediate Technology Development Group, mehr dazu auf der Webseite von ITDG unter http://www.itdg.org.pe/inicio.htm ), um im Internet zu surfen. Dort sucht er einen Online-Fortbildungskurs zum Elektroniker, ein Beruf, mit dem er sich mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhofft. In Cajamarca selbst werden solche Kurse „offline“ nicht angeboten. Vor kurzem hat Lenin sogar im Internet ein passendes e-learning Angebot auf Spanisch gefunden. Doch der Internet-Kurs war kostenpflichtig, und damit viel zu teuer für Lenin, der kaum das Geld für die Online-Gebühren hat.Inhalte statt Access
Das geschilderte Beispiel verdeutlicht den Untersuchungsgegenstand der Studie “e-learning & e-rotik – Welche Online-Inhalte fragen Internet-Nutzer in Peru nach?” von Balthas Seibold: Es geht darum, besonders benötigte Internet-Inhalte in Entwicklungsländern zu identifizieren. Dies ist ein bisher kaum untersuchter Bereich der entwicklungspolitischen Diskussion um das Internet in der Internationalen Zusammenarbeit. Bisher fokussieren viele Forscher und Praktiker auf die Frage des “Access”, also des Zugangs von Menschen in Entwicklungsländern zum Internet. Hier gilt es, den digitalen Graben (“Digital Divide”) zu überspringen, der die infrastrukturstarken Industrieländer von den Entwicklungsländern trennt. Welche Inhalte aber finden die immer zahlreicheren Internet-Nutzer aus Entwicklungsländern, die schon jetzt oder in der Zukunft Zugang zum Internet haben, und noch wichtiger, was suchen sie? Was sind die besonderen Informationsbedürfnisse, die nicht oder kaum gedeckt sind? Gibt es entwicklungspolitisch besonders relevante Inhalte, auf deren Bereitstellung sich Organisationen der Internationalen Zusammenarbeit konzentrieren sollten? Diese Themen bearbeitet die Studie “e-learning & e-rotik – Welche Online-Inhalte fragen Internet-Nutzer in Peru nach?” .Online-Fragebogen
Kernstück der Untersuchung ist eine Case Study in Peru, die der Autor während eines zweimonatigen Arbeitsaufenthaltes im Februar und März 2002 durchführte: Mit einem Online-Fragebogen (siehe Abschnitt: Dokumentation: Fragebogen) wurden Internet-Nutzer in “Cabinas Publicas” zu benötigten Online-Inhalten befragt. “Cabinas Publicas” sind öffentliche, meist kommerzielle Internetzugänge, über die die Mehrzahl aller Internet-Nutzer in Entwicklungsländern Zugang zum Internet erhält. Zu der Befragung kamen Experteninterviews und Logfile-Analysen. Die Untersuchung konzentrierte sich dabei auf folgende zwei Fragen:Die Leitfragen
Welche Online-Inhalte werden von Internet-Nutzern in Entwicklungsländern am meisten nachgefragt, und welche brauchen sie in Zukunft am nötigsten? (in den entwicklungspolitisch relevanten Bereiche Bildung, Wissenschaft, Kultur, Gesundheit, Technische Zusammenarbeit, Staat und Wirtschaft).
Zusatzfrage: Wie muss das Online-Wissen für Nutzer in Entwicklungsländern aufbereitet werden? Welche Schranken verhindern die Rezeption? (Sprache, Zielgruppen-Orientierung, Kosten, Verfügbarkeit, Verständlichkeit, Materialität).GTZ als Partner
Die Studie fand im Rahmen des “Stiftungskolleg für Internationale Aufgaben” der Robert Bosch Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes statt. Partner waren die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Deutschland und Peru sowie die United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) (mehr dazu auf der Seite zum Projekt Online-Content). Die Fallstudie in Peru wurde in Lima, Cajamarca, Jaén und Piura sowie weiteren ländlichen Regionen des Landes durchgeführt. e-learning und Gesundheit – Die wichtigsten Ergebnisse der Studie
Welche Online-Inhalte werden von Internet-Nutzern in Entwicklungsländern am meisten nachgefragt, und welche brauchen sie in Zukunft am nötigsten? Dies ist die Kernfrage der hier vorgestellten Studie “Online-Content for Development”. Sie konzentrierte sich dabei auf Internet-Inhalte in den entwicklungspolitisch relevanten Kernbereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur, Gesundheit, Technische Zusammenarbeit, Staat und Wirtschaft.

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WELCHE INHALTE suchen peruanische Nutzer im Internet? Die Tabelle zeigt die zehn wichtigsten Online-Inhalte aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur, Gesundheit, Technische Zusammenarbeit, Staat und Wirtschaft. / (c) 2002

Es zeigte sich, dass die befragten Online-Nutzer in Peru von den genannten Bereichen am meisten Interesse an Erziehungsinhalten wie Online-Kursen und Lehrmaterialien zeigten. Am zweithäufigsten werden Gesundheitsinhalte wie Krankheitsinformationen und Online-Ärzte gesucht. Auch Wissenschaftsinhalte wie elektronische Publikationen und Wissenschaftsnachrichten sowie bestimmte Technische Informationen wie Naturkatastrofen-Informationen und Umweltschutz sind von hohem Interesse. Regionale Kulturinhalte werden ebenfalls als sehr wichtig eingeschätzt (siehe auch Tabelle oben). Der typische “User” der Stichprobe ist 24 Jahre jung, männlicher Student, arm und spricht nur Spanisch. Er besitzt selbst keinen Computer, sondern geht über öffentliche Internet-Zugänge (“Cabinas Publicas “) mehrmals pro Woche für etwa zwei Stunden online. Er nutzt das Internet hauptsächlich zur Kommunikation (E-Mail, Chat), zweitens zur Information (Nachrichten, Fachinformationen) und drittens zur Bildung. Über 90 Prozent der Befragten würden sehr gerne an einem Online-Kurs zur  beruflichen/universitären Bildung teilnehmen.

 

Dokumentation Der Orginal-Fragebogen zur Studie

Kernstück der Studie zu den Online-Inhalten war ein interaktiver Online-Fragebogen, über den die Nutzer in Peru zu ihren Bedürfnissen und Problemen im Bereich von Online-Inhalten befragt wurden. Dementsprechend ist der Fragebogen auf Spanisch abgefasst. Er war ursprünglich auf der Webseite des Programms Ländliche Entwicklung der GTZ Peru (http://www.gtz-rural.org.pe/) geschaltet, das ein Partner der Studie ist. Da die ursprüngliche URL durch einen Relaunch nicht mehr online ist, wird der Fragebogen hier in der Orginalfassung dokumentiert:Online-Fragebogen zur Untersuchung “Welche Online-Inhalte fragen Internet-Nutzer in Peru nach?”.

Zur Entstehung der Studie

Die Studie “e-learning & e-rotik – Welche Online-Inhalte fragen Internet-Nutzer in Peru nach? “
Im Rahmen des “Stiftungskolleg für Internationale Aufgaben” untersuchte ich für die GTZ im Februar und März 2002 für zwei Monate die Internetnutzung in Peru. Ziel war es, Nutzerbedürfnisse im Bereich von “Online-Content for Development” zu identifizieren. Dazu unternahm ich eine zweiwöchige Recherchereise nach Cajamarca, Jaén und Piura sowie in die ländlichen Regionen um diese Städte. Dort führte ich eine Online-Befragung von Internet-Nutzern in öffentlichen Internetzugängen durch (siehe Abschnitt zum Fragebogen) sowie eine Expertenbefragung, Nutzer-Interviews und eine Logfileanalyse.Input von Balthas Seibold zur Eigenmaßnahme IKT im Programm Ländliche Entwicklung Peru
In enger Abstimmung mit dem “Programm Ländliche Entwicklung” der GTZ-Peru und dem “Strategischen Projekt Wissensmanagement/IKT” der Abteilung “Planung und Entwicklung” der GTZ-Zentrale in Eschborn war ein weiterer Schwerpunkt die Vor-Planung der Eigenmaßnahme IKT im “Programm Ländliche Entwicklung” Peru. Dazu führte ich Interviews mit lokalen Experten und Internetnutzern in den genannten Regionen. Rechercheziel war es, die Eigenmaßnahme optimal in die Projektarbeit der GTZ einzubetten und auf lokale Bedürfnisse anzupassen. Die Empfehlungen mit dem Titel “Input von Balthas Seibold zur Planung der Eigenmaßnahme IKT im Programm Ländliche Entwicklung Peru” können beim Autor angefordert werden.Ich danke allen Mitarbeitern der GTZ, die mich in meiner Arbeit unterstützt haben, besonders Claudia Dillmann, Rainer Dutsch, Dr. Helmut Eger, Karin Eikenberg, Gudrun Littmann-Schmidt, Peter Luhmann, Sabine Nierhoff, Ingrid Prem, Klemens Riha, Norma Sanchez, Gabriela Scheufele, Harald Spahn und Peter Wolf.Eschborn, Mai 2002, Balthas Seibold

 

Hintergrund: Peru als Internet-Wunder?

Peru gilt seit einigen Jahren als interessanter Untersuchungsgegenstand, was den Zugang zum Internet in Entwicklungsländern angeht. Das peruanische Modell wird von manchen gar als “alternative Lösung zur Überwindung der digitalen Kluft” beschrieben (Fernández-Maldonado 2000). Schon 1995 wurde in Lima die erste “Cabina Publica” des Landes eröffnet. Seither ist das System der öffentlichen, meist kommerziellen Internet-Zugänge stark angewachsen. Heute gibt es etwa 1000 solcher “Cabinas”, davon 70 Prozent in der Hauptstadt Lima. Man schätzt, dass über zwei Drittel aller Nutzer über solche öffentlichen Zugänge ins Internet finden, und nicht über einen privaten oder Firmen-PC.  Dies macht es extrem schwierig, die Gesamtzahl der Nutzer zur ermitteln, da sich sehr viele Nutzer einen Computer teilen.  Die International Telecommunication Union (ITU) geht davon aus, dass etwa 11 Prozent aller Peruaner 2001 das Internet nutzten, andere Quellen sprechen von 10 Prozent (World Bank 2002) bis 4,5 Prozent (Chasquinet 2002).

Über dem Durchschnitt

Sicher ist, dass Peru deutlich über dem Durchschnitt für Lateinamerika liegt mit etwa 3,4 Nutzern pro 100 Einwohnern Ende 2000.  Die Zahl von etwa 10 Prozent ist um so ermutigender, wenn man bedenkt, dass noch 1998 Deutschland eine Nutzerquote von etwa 10 Prozent hatte und andere große Industrieländer wie Frankreich, Spanien oder Österreich diese Ziffer erst 1999 erreichten.
Cabinas Publicas

Ein peruanischer Erfolg, der den öffentlichen Internetzugängen zuzuschreiben ist. Diese “Cabinas Publicas” sind inzwischen selbst in kleineren Städten im ländlichen Raum zu finden. Etwa 7 Prozent aller peruanischen Haushalte findet so ins Internet. Dieser “Boom”  lässt sich dadurch erklären, dass die öffentlichen Internet-Zugänge fast durchgehend privatwirtschaftlich organisiert sind. Dadurch sanken die Preise pro Internet-Stunde durch die Konkurrenz. 2002 kostete eine Stunde Internet etwa 2-3 Soles (etwa 0,70 bis 1 Euro). Durch die dadurch stark steigende Nachfrage werden die Cabinas ökonomisch immer erfolgreicher, daher werden immer mehr Zugänge angeboten.Telezentren – eine Alternative?
Neben den kommerziellen Cabinas gibt es auch einige sogenannte “Telezentren“. Diese bieten ebenfalls öffentlichen Zugang zum Internet und anderen Kommunikationsdiensten, sind allerdings gemeinnützig orientiert. Daher wird neben dem Zugang zum Internet auch Ausbildung zur Nutzung der neuen Technologien angeboten. So soll das Internet die Lebensbedingungen benachteiligter Gemeinschaften (zum Beispiel die bäuerliche Bevölkerung) verbessern (Mehr dazu auch in den Reportagen: Surfen in den Anden).
Viele Entwicklungsexperten ziehen die raren Telezentren den kommerziellen Cabinas vor. FAO-Experte Francisco Proenza betont daher: “A cybercafé is not a telecenter”. Tatsächlich fehlt den kommerziellen Cabinas die Entwicklungsorientierung: Dafür bieten sie, zumindest in Peru, die Hauptinfrastruktur für den Internet-Zugang und halten oft länger durch als die subventionsanfälligen Telezentren.

 

Artikel, Powerpoint, Handout, Reportagen zur Studie (4 Downloads)

Titel Typ Inhalt Datum Download
VERFÜGBAR, VERSTÄNDLICH, UND RELEVANT – WAS NUTZER IN ENTWICKLUNGSLÄNDERN VON ONLINEINHALTEN ERWARTEN pdf
(17 Seiten)
Der Artikel beschreibt die spezifischen Anforderungen von Entwicklungsländern an das World Wide Web. Es zeigt sich, dass Nutzer in Entwicklungsländern oft solchen Kriterien große Bedeutung zumessen, die in der industrialisierten Welt als weniger wichtig einstuft werden. Qualität von Onlineinhalten und Anwendungen kann in Entwicklungsländern als Grad der Verständigung gemessen werden, die diese ermöglichen. Dies umfasst zum Beispiel die digitale Verfügbarkeit, Verständlichkeit, Relevanz oder interkulturelle Kompatibilität von Inhalten. Neben solchen Content-Qualitätskriterien werden als zweiter Aspekt einige spezifische Kriterien im Bereich der Usability aufgezeigt. Januar 2004 download als pdf (500 kb)
E-LEARNING UND E-ROTIK. WELCHE ONLINE-INHALTE FRAGEN NUTZER IN PERU NACH? Powerpoint
(26 Folien)
Powerpoint des Vortrags, den Balthas Seibold am 22. Mai 2002 in der GTZ hielt. Aus der Einladung: “Balthas Seibold berichtet über Online-Informationsbedürfnisse in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur, Gesundheit, Technische Zusammenarbeit, Staat und Wirtschaft. Er stellt die Ergebnisse einer Nutzerbefragung vor, die er in Zusammenarbeit mit dem Programm Ländliche Entwicklung der GTZ in Peru und dem Strategischen Projekt Wissensmanagement / IKT durchgeführt hat. Er gibt Empfehlungen dazu, wie Online-Inhalte in der IZ aufbereitet werden sollten. Nach der Präsentation ist Zeit für Fragen und Diskussionen.” Mai 2002 download als zip (792 kb)
HANDOUT ZUM VORTRAG “E-LEARNING UND E-ROTIK” pdf
(4 Seiten)
Zusammenfassendes Handout zum Vortrag mit den wichtigsten Ergebnis-Tabellen. Mai 2002 download als pdf (46 kb)
SURFEAR EN LOS ANDES / SURFEN IN DEN ANDEN pdf
(13 Seiten)
Cuatro reportajes sobre el Internet en el Perú en Español y Alemán / Vier Reportagen über das Internet in Peru auf spanisch und deutsch. Von Balthas Seibold während seines Arbeitsaufenthaltes in Peru im Februar/März 2002 geschrieben. März 2002 download als pdf (270 kb)

Weitere Informationen …


Offline:

… liefert die 16seitige Abschlusszeitung “Das Kollegjahr”: Dort findet man unter anderem das wichtigste zur Studie “e-learning & e-rotik – Welche Online-Inhalte fragen Internet-Nutzer in Peru nach?” und vier bebilderte Reportagen zum Internet in Peru. Der Abschlussbericht kann zum Ausdrucken direkt als pdf heruntergeladen werden: abschlussbericht_einseitig_web.pdf (1019 KB).

Online:

…zum Projekt “Online-Content for Development”, das den Rahmen für die Studie bot und zum “Stiftungskolleg für Internationale Aufgaben” liefert der Blogeintrag zum “Stiftungskollegjahr”.

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